Combined Test ("Nackenfaltenmessung") und Frühscreening (12.-14. Schwangerschaftswoche)

Messung der Nackendicke
Messung der Nackendicke

Bereits im ersten Schwangerschaftsdrittel (am besten zwischen 11+0 und 13+6 Schwangerschaftswochen) besteht die Möglichkeit, ein Frühscreening auf angeborene strukturelle und genetische Probleme durchzuführen.

 

Der "combined Test" stellt eine Wahrscheinlichkeitsberechnung für das Vorliegen der beim Menschen am häufigsten vorkommenden genetischen Auffälligkeiten (Trisomie 21 = Down Syndrom, Trisomie 18 = Edwards Syndrom, Trisomie 13 =  Pätau Syndrom) dar.

 

Hierbei werden bestimmte Ultraschallmessungen Ihres Kindes (v.a. Nackentransparenz, eventuell auch Nasenbein, Trikuspidalklappe oder Ductus venosus) und Hormonwerte aus Ihrem Blut in einem Rechenmodell kombiniert und die Wahrscheinlichkeit für das Vorliegen eines der genannten Probleme errechnet (z.B. Endergebnis 1:3000 für Trisomie 21).

Infoblatt-combined Test-2017
Klaritschall-Infoblatt-combined Test-201
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Dieser Test ist auch bei Zwillingsschwangerschaften sinnvoll, wenngleich die Aussagekraft der Hormonwerte im Vergleich zu Einlingsschwangerschaften etwas geringer ist.

 

Nur wer speziell für diese Untersuchung ausgebildet und zertifiziert ist, kann die notwendigen Messungen mit entsprechender Qualität durchführen. Dieses Zertifikat wird jährlich überprüft und nur bei Erreichen der Qualitätskriterien verlängert. Alle zertifizierten Ärzte jedes Landes sind in einem Online-Register aufgelistet.

 

Neben dieser Wahrscheinlichkeitsberechnung kann im Rahmen derselben Ultraschalluntersuchung ein Frühscreening zum weitgehenden Ausschluss schwerwiegender körperlicher Auffälligkeiten Ihres Kindes (z.B. Herzfehler, Neuralrohrdefekte...) durchgeführt werden.

 

Messung des Blutflusses über der Trikuspidalklappe
Messung des Blutflusses über der Trikuspidalklappe
Messung des Blutflusses im Ductus venosus
Messung des Blutflusses im Ductus venosus