Präeklampsie Screening


Eine Präeklampsie ist eine Erkrankung die nur in der Schwangerschaft auftritt und daher im Volksmund häufig als "Schwangerschaftsvergiftung" bezeichnet wird. Die Präeklampsie betrifft 52 – 4 % aller Schwangerschaften, wobei die Ursache der Erkrankung bis heute nicht genau bekannt ist und nicht geheilt werden kann.

 

Typische Symptome sind erhöhte Blutdruckwerte (über 140/90 mmHg) und vermehrte Ausscheidung von Eiweiß (Protein) im Harn.

Häufig ist dies begleitet von Ödemen (Schwellungen der Beine) und rascher Gewichtszunahme, Kopfschmerzen, Sehstörungen, Übelkeit und Oberbauchschmerzen. Eine schwere Präeklampsie kann es zu ernsthaften mütterlichen und kindlichen Komplikationen führen.

 

Durch ein Präeklampsiescreening kann mittels einer Kombination von Ultraschallmessungen der Gebärmutterdurchblutung mit Hormonwerten aus dem mütterlichen Blut, der medizinischen Vorgeschichte und Blutdruckmessungen, das persönliche Risiko für die spätere Entwicklung einer Präeklampsie eingeschätzt werden.

 

Bei erhöhtem persönlichem Risiko kann die Einnahme eines Medikaments (=Acetylsalicylsäure, ASS) das Risiko für eine Präeklampsie deutlich vermindern. 

 

Ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung einer Präeklampsie haben unter anderem Schwangere mit chronischen Leiden wie: Übergewicht, Diabetes, Hochdruck, Nieren- oder immunologischen, systemischen Erkrankungen, oder einer Präeklampsie in der Familie oder in einer vorausgegangenen Schwangerschaft.

 

Die Durchführung des Präeklampsie-Screenings erfolgt zur Zeit des Ersttrimesterscreenings in der 12. bis 14. Schwangerschaftswoche und besteht aus: 

- einer Blutdruckmessung 2 x hintereinander an beiden Oberarmen

- Ultraschallmessungen der Blutversorgung in der Gebärmutter

- der Erhebung mütterlicher Daten (Gewicht, Körpergröße, Raucherstatus, usw.)

Blutabnahme für zwei Labormarker: PAPP-A und PlGF.


Download
Infoblatt-Präeklampsiescreening-2019
Klaritsch-Infoblatt-PE-Screening-2019-04
Adobe Acrobat Dokument 570.6 KB